Wohin mit Vater, wenn Mutter stirbt?

 

Jahrelang hat Gertrud ihren Mann Hans gepflegt und nun ist sie vor ihm gestorben.

Wohin mit Vater (oder Mutter)?

Ein Alptraum, der uns alle treffen kann ...


Der letzte Wille: Zu Hause  leben bis zum Tod

Viele Menschen wollen nicht ins Pflegeheim.

 

Das geht solange gut, wie einer der Eheleute noch fit genug ist, um den anderen zu pflegen.

Doch was passiert, wenn ausgerechnet der rüstige Partner zuerst stirbt? 

 

Plötzlich stehen Sie, als Tochter oder Sohn, vor dem pflegebedürftigen Elternteil. 

Sie fühlen sich ohnmächtig. Panik macht sich breit.


Sie wissen, dass er zu Hause leben will, bis zum Tod.

 


Er muss gegen seinen Willen ins Pflegeheim ?

Aber wie soll das gehen?

 

Sie überlegen, ob Sie zu ihm ziehen? Aber das geht nicht, denn Sie haben selbst Familie.

Und arbeiten müssen Sie auch.

 

Also doch ins Pflegeheim? Gegen seinen Willen?

 

Der Gedanke zermürbt Sie. Ein Leben lang waren Ihre Eltern für Sie da und nun müssen Sie einen abschieben.

 

Ihr Alptraum "Altern und Leid" hat begonnen ...



Altern bedeutet "absolutes" leiden? Oder gibt es eine Lösung?

Kommt dieser Alptraum wirklich aus heiterem Himmel auf uns zu?

 

"Wieso sind wir nicht vorbereitet?", fragen sich viele; teils verärgert, teils beschämt.

 

Unsicher, ängstlich und völlig überfordert.

 

Aber muss das so sein? Kann man sich wirklich nicht vorbereiten?


Zwei Lösungen

1. Verdrängen und warten, bis es soweit ist.

2. Jetzt damit auseinandersetzen.

 

Ich bin 48 Jahre. Meine Eltern sind beide noch fit. Sie wohnen in meiner unmittelbaren Nähe, also wird es auch mich eines Tages betreffen.

 

Was kann man also tun?

Wie haben Sie das Problem zur Zufriedenheit für alle Beteiligten gelöst?

Wie haben Sie es geschafft, dass Ihrer Mutti oder Ihrem Vati ein selbstbestimmtes Leben bis zum Tod bleibt oder geblieben ist?

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Wolfgang Engelbrecht (Dienstag, 14 Juli 2015 10:30)

    Meine Mutter war die Längerlebende und wurde abrupt zum Pflegefall. Sie lebte auf Sylt, ich auf dem Festland als Alleinerziehender Mann mit 2 Jungs (15+19) und voll berufstätig mit Übernachtungen im Hotel. DIE Herausforderung! Ich holte meine Mutter in ein Pflegeheim ganz in meiner Nähe und wir konnten die letzten Monate ihres Lebens die maximal mögliche Zeit nutzen. Eine für beide Seite gute Entscheidung die ICH aber entschieden hatte.

  • #2

    Sylvana Pollehn (Donnerstag, 16 Juli 2015 17:41)

    Lieber Wolfgang,
    ich kann mir gut vorstellen, dass es schwer war, eine Entscheidung treffen zu müssen und das wahrscheinlich in kürzester Zeit. Das Wichtigste an allen Lebensentscheidungen ist, dass man sie mit Herz und Verstand trifft ... dann hat man sein Möglichstes getan. Und ich weiß, dass du aus Liebe das Richtige für euch beide getan hast.
    Herzlichste Grüße.